Donnerstag, 8. Januar 2026

Probleme verbergen.

Seit ich mit meinem jetzigen Partner zusammen bin, bin ich ein Fan der Online-Zeichentrickserie „Bubu und Dudu“, einem Bären- und einem Panda-Pärchen. Die Geschichten drehen sich meist um alltägliche Themen rund um Liebe und Romantik. Ich liebe sie, weil sie das „Niedliche“ so gut zum Ausdruck bringen, das ich für so wichtig halte.

Ich erwähne die beiden Charaktere, weil ich kürzlich einen Cartoon gesehen habe, in dem sie mit ihren Bäuchen darüber sprechen, wie sie Dinge vermeiden, die sie dick machen – Dinge wie Waagen und Spiegel.



Der Cartoon ist zwar niedlich und lustig, aber er hat eine ernste Botschaft: Viele von uns, mich eingeschlossen, leben nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, ist kein Problem.“

Ich denke da an meine aktuelle Fitnessbesessenheit. Rückblickend wird mir klar, dass ich schon mit Anfang 30 vor dem Risiko, Diabetes zu entwickeln, gewarnt wurde. Ich habe nie wieder meine Blutwerte kontrolliert und mich weiterhin ungesund ernährt, getrunken und geschlafen, bis ich wegen einer Gichtbehandlung mit Alopurinol einen Bluttest machen musste. Dabei stellte ich fest, dass meine Blutzuckerwerte völlig aus dem Gleichgewicht geraten waren, und die Vorstellung, im Alter krank und damit mittellos zu sein, wurde plötzlich sehr real. Deshalb spreche ich ständig davon, weniger Kohlenhydrate zu essen und mich mehr zu bewegen.

Was für die persönliche Gesundheit gilt, gilt oft auch für Finanzen und Unternehmen. Nach zehn Jahren in der Insolvenzbranche habe ich unzählige Fälle erlebt, in denen es Warnzeichen gab, dass sich die Dinge bald zum Schlechteren wenden würden. Ich habe den Satz „Er hat blindlings unterschrieben“ schon öfter gehört, wenn es um Leute ging, die scheinbar erfolgreiche Unternehmen führen.

Man sollte sich also nicht absichtlich mit deprimierenden Dingen beschäftigen. Man sollte aber auch nicht glauben, dass Unwissenheit ein Segen ist. Ein Problem verschwindet erst, wenn es gelöst wird, nicht wenn man es ignoriert. Daher sollten Menschen auf ihren Arzt hören, wenn dieser ihnen mitteilt, dass sie gesundheitliche Probleme haben. Führungskräfte sollten der Buchhaltung Gehör schenken, wenn ihnen mitgeteilt wird, dass bestimmte Rechnungen zu hoch sind.

Wenn Sie mit Ihrem Aussehen unzufrieden sind, sollten Sie daran arbeiten, was Sie stört. Engagieren Sie einen Personal Trainer oder Stylisten. Arbeiten Sie an Ihrem Körper und Ihrer Kleidung. Das bringt Sie auf den Weg zu einem besseren Aussehen. Sie werden nicht besser aussehen, indem Sie den Spiegel meiden.

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